Die koreanische Batterieindustrie gerät in Panik: Wetten auf LFP für das Überleben


In der globalen Energiebatterielandschaft sehen sich Südkoreas einst dominierende Batterieriesen, die mit der ternären Lithiumtechnologie führend waren, nun einer "Technologie-Roadmap-Krise" gegenüber. Während chinesische Batteriehersteller den Markt mit Lithium-Eisenphosphat (LFP) -Batterien erobern, sind die drei großen koreanischen Unternehmen - LG Energy Solution, SK On und Samsung SDI - zu einem gemeinsamen Schwenk gezwungen und starten einen überlebensorientierten technologischen Aufholwettlauf.


01 Die "strategische Fehlkalkulation" in der Technologie

Vor fünf Jahren traf die koreanische Batterieindustrie eine entscheidende strategische Entscheidung: Sie setzte den größten Teil ihrer F & E-Ressourcen und Produktionskapazitäten auf ternäre Lithiumbatterien mit hoher Energiedichte und hohem Nickelgehalt (NCM / NCA). Damals wurde dies weithin als der unvermeidliche Weg für Elektrofahrzeuge angesehen, die eine größere Reichweite anstreben.

Technologievergleich: LFP vs. ternäres Lithium

 
 
Aspekt LFP-Akku Hoch-Nickel ternär
Energiedichte Mittel (160-190 Wh / kg) Hoch (220-280 Wh / kg)
Sicherheit Ausgezeichnete, hohe thermische Stabilität Relativ niedriger, erfordert ein komplexes Wärmemanagement
Lebensdauer lang (3000-6000 Zyklen) Mittel (1500-2500 Zyklen)
Kostenvorteil Signifikant (30-40% niedriger) Höher, setzt auf Edelmetalle
Repräsentative Firmen KATZE, WELT LG Energy Solution, Panasonic

Diese Entscheidung erschien damals logisch: Energiedichte war der "Goldstandard" für Elektrofahrzeuge, und koreanische Unternehmen verfügten über umfangreiches Fachwissen und Patentportfolios für Batterien mit hohem Nickelgehalt.

Doch der Marktwind drehte sich leise. 2021 kündigte Tesla an, LFP in Standardmodellen einzusetzen; 2022 ging Ford eine Partnerschaft mit CATL ein, um ein LFP-Werk zu errichten; bis 2023 kündigten große Autohersteller wie Mercedes-Benz, Volkswagen und Hyundai Pläne an, LFP in ihre Roadmaps einzubeziehen.

"Es geht nicht darum, dass LFP ternäres Lithium besiegt hat, sondern darum, dass die Rationalität des Marktes die Kosteneffizienz gewählt hat", bemerkte ein Branchenanalyst.

02 Lokalisierung der Lieferkette für den Durchbruch

Angesichts des kontinuierlichen Marktanteilsrückgangs haben koreanische Batterieunternehmen erkannt, dass ein bloßer technologischer Aufholprozess nicht ausreicht - es muss eine vollständige, lokalisierte LFP-Lieferkette aufgebaut werden.

Die koreanische Regierung und die koreanische Industrie haben gemeinsam den "LFP Full Industry Chain Construction Plan" ins Leben gerufen, mit dem Hauptziel, bis 2027 eine vollständige Kette von den Rohstoffen bis zum Batterierecycling aufzubauen und die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten zu verringern.

Lokalisierungsstrategien koreanischer Batterieunternehmen

  • LG Energielösung: Ein zweigleisiges Konzept aus "Technologielizenzierung und unabhängiger Innovation". Das Unternehmen führt ein LFP-Kernteam aus China ein und investiert 300 Milliarden Won in Korea in die Entwicklung einer verbesserten Lithium-Mangan-Eisenphosphat (LMFP) -Technologie.

  • SK Ein: Wählt den Weg "Joint Venture + Kapazitätstransfer". Das Unternehmen prüft ein JV-Werk mit Geely in Ungarn und plant die Umstellung einiger ternärer Batterielinien für die LFP-Produktion.

  • Samsung SDI: Konzentriert sich auf eine Strategie der "differenzierten Anwendung". Unter Vermeidung des hart umkämpften Marktes für EV-Batterien zielt das Unternehmen auf den Markt für High-End-Energiespeichersysteme (ESS) ab und liefert Kunden wie Tesla LFP-Batterien mit hoher Zykluslebensdauer.

Bei den Rohstoffen verfolgten koreanische Unternehmen einen "zweigleisigen" Ansatz: Sie unterzeichneten langfristige Lieferverträge mit Bergbauunternehmen in Marokko und Australien, während SK Materials Investitionen in Koreas erste LFP-Kathodenanlage ankündigte, die für 2026 produziert werden soll.

03 Energiespeicher: Eine differenzierte zweite Front

Während sich der Markt für Energiebatterien zu einem roten Ozean entwickelt, wenden sich die koreanischen Batteriehersteller einstimmig einem blauen Ozean zu: dem ESS-Markt, insbesondere der Nachfrage nach Ultrahochleistungsspeichern in KI-Rechenzentren.

Globale Tech-Giganten stehen vor einer "Energiekrise". Da die Nachfrage nach KI-Computern exponentiell wächst, hat der Energieverbrauch von Rechenzentren ein schwindelerregendes Niveau erreicht. Ein großes KI-Rechenzentrum kann über 100 Megawatt verbrauchen, was dem Stromverbrauch einer Kleinstadt entspricht.

"Der größte Engpass für die künftige KI-Industrie ist nicht die Rechenleistung, sondern die Elektrizität", gab OpenAI-CEO Sam Altman auf einer Branchenkonferenz zu.

Diese Nachfrage hat eine neue Generation von ESS hervorgebracht: Sie dient nicht mehr nur der "Spitzenrasur", sondern erfordert eine Reaktion im Millisekundenbereich, eine extrem hohe Leistung und eine jahrzehntelange Lebensdauer. Koreanische Batterieunternehmen sehen hier eine Chance für einen differenzierten Wettbewerb.

Der Leiter der ESS-Abteilung von LG Energy Solution erklärte: "Unser Ziel ist es nicht, den billigsten ESS-Akku herzustellen, sondern ein 'industrielles' Produkt, das die strengen Anforderungen von KI-Rechenzentren erfüllt".

04 Das doppelte Spiel von Politik und Markt

Der Wandel der koreanischen Batterieindustrie ist nicht nur ein technologischer Wandel, sondern ein komplexes Spiel aus Geopolitik und wirtschaftlicher Realität.

Der US-Inflationsreduktionsgesetz bietet erhebliche Subventionen für in Nordamerika montierte Elektrofahrzeuge, legt aber strenge Anforderungen an die Lokalisierung von "kritischen Mineralien" und "Batteriekomponenten" fest. Diese Politik drängt koreanische Unternehmen direkt dazu, den Aufbau von LFP-Batteriekapazitäten in den USA zu beschleunigen.

Gleichzeitig treibt Europa seine "Battery Passport" -Verordnung voran und fordert Transparenz im CO2-Fußabdruck des gesamten Lebenszyklus der Batterie. LFP-Batterien, frei von umstrittenen Metallen wie Kobalt und Nickel, haben in diesem System einen natürlichen Vorteil.

"Der globale Batteriewettbewerb ist in die Ära der regionalisierten Lieferketten eingetreten", so ein Beamter des südkoreanischen Ministeriums für Handel, Industrie und Energie." Koreanische Unternehmen müssen gleichzeitig die vielfältigen Anforderungen von Technologie, Kosten und Geopolitik erfüllen ".

05 Chancen auf ein Comeback und Herausforderungen

Kann die koreanische Batterieindustrie mit LFP ein Comeback feiern? Marktbeobachter sind geteilter Meinung.

Zu den Argumenten für ein mögliches Comeback gehören:

  • Koreanische Unternehmen behalten Vorteile bei Herstellungsverfahren und Qualitätskontrolle

  • Globale Automobilhersteller bevorzugen eine Diversifizierung der Lieferkette, um eine übermäßige Abhängigkeit von Zulieferern aus einzelnen Ländern zu vermeiden

  • Die LFP-Technologie ist noch nicht fertiggestellt und bietet die Möglichkeit zum "Spurwechsel" beim Überholen

Skeptische Standpunkte heben hervor:

  • Chinesische Unternehmen haben ein komplettes Patentsystem und einen Größenvorteil bei LFP aufgebaut

  • Kostenkontrolle ist eine langfristige Schwäche für koreanische Unternehmen, die kurzfristig nur schwer zu überbrücken ist

  • Das Wachstum des globalen EV-Marktes könnte sich verlangsamen und der Wettbewerb verschärfen

Ein leitender SDI-Ingenieur von Samsung verriet anonym: "Wir entwickeln LFP-Batterien der nächsten Generation, die die Energiedichte um über 20% erhöhen können. Der Technologierennen hat gerade erst begonnen".


In Labors in Seoul testen Forscher neue LFP-Materialien; auf Baustellen in Georgien entstehen die Fabriken von LG Energy Solution rasant; außerhalb von Budapest werden die Produktionslinien von SK On neu kalibriert. Diese drei Szenen zeichnen das Gesamtbild der Transformation der koreanischen Batterieindustrie.

Es steht außerordentlich viel auf dem Spiel: Die koreanische Batterieindustrie beschäftigt über 100.000 Menschen mit einer Jahresproduktion von über 100 Billionen Won und ist damit eine tragende Säule der Exportwirtschaft.

Ob LFP ein koreanisches Batterie-Comeback vorantreiben kann, hängt nicht nur von Durchbrüchen im Labor ab, sondern auch von globalen Marktveränderungen, geopolitischen Trends und davon, ob koreanische Unternehmen ihren "technologischen Überlegenheitskomplex" ablegen und diesen Überlebenskampf pragmatisch angehen können.

Als Mercedes-Benz den Einsatz von LFP in seinen Einstiegsmodellen ankündigte, war das Signal klar genug: In der Geschäftswelt entscheidet sich der Markt immer für die aktuelle optimale Lösung, nicht für den Zukunftsplan im Labor.

In der globalen Energiebatterielandschaft sehen sich Südkoreas einst dominierende Batterieriesen, die mit der ternären Lithiumtechnologie führend waren, nun einer "Technologie-Roadmap-Krise" gegenüber. Während chinesische Batteriehersteller den Markt mit Lithium-Eisenphosphat (LFP) -Batterien erobern, sind die drei großen koreanischen Unternehmen - LG Energy Solution, SK On und Samsung SDI - zu einem gemeinsamen Schwenk gezwungen und starten einen überlebensorientierten technologischen Aufholwettlauf.


01 Die "strategische Fehlkalkulation" in der Technologie

Vor fünf Jahren traf die koreanische Batterieindustrie eine entscheidende strategische Entscheidung: Sie setzte den größten Teil ihrer F & E-Ressourcen und Produktionskapazitäten auf ternäre Lithiumbatterien mit hoher Energiedichte und hohem Nickelgehalt (NCM / NCA). Damals wurde dies weithin als der unvermeidliche Weg für Elektrofahrzeuge angesehen, die eine größere Reichweite anstreben.

Technologievergleich: LFP vs. ternäres Lithium

 
 
Aspekt LFP-Akku Hoch-Nickel ternär
Energiedichte Mittel (160-190 Wh / kg) Hoch (220-280 Wh / kg)
Sicherheit Ausgezeichnete, hohe thermische Stabilität Relativ niedriger, erfordert ein komplexes Wärmemanagement
Lebensdauer lang (3000-6000 Zyklen) Mittel (1500-2500 Zyklen)
Kostenvorteil Signifikant (30-40% niedriger) Höher, setzt auf Edelmetalle
Repräsentative Firmen KATZE, WELT LG Energy Solution, Panasonic

Diese Entscheidung erschien damals logisch: Energiedichte war der "Goldstandard" für Elektrofahrzeuge, und koreanische Unternehmen verfügten über umfangreiches Fachwissen und Patentportfolios für Batterien mit hohem Nickelgehalt.

Doch der Marktwind drehte sich leise. 2021 kündigte Tesla an, LFP in Standardmodellen einzusetzen; 2022 ging Ford eine Partnerschaft mit CATL ein, um ein LFP-Werk zu errichten; bis 2023 kündigten große Autohersteller wie Mercedes-Benz, Volkswagen und Hyundai Pläne an, LFP in ihre Roadmaps einzubeziehen.

"Es geht nicht darum, dass LFP ternäres Lithium besiegt hat, sondern darum, dass die Rationalität des Marktes die Kosteneffizienz gewählt hat", bemerkte ein Branchenanalyst.

02 Lokalisierung der Lieferkette für den Durchbruch

Angesichts des kontinuierlichen Marktanteilsrückgangs haben koreanische Batterieunternehmen erkannt, dass ein bloßer technologischer Aufholprozess nicht ausreicht - es muss eine vollständige, lokalisierte LFP-Lieferkette aufgebaut werden.

Die koreanische Regierung und die koreanische Industrie haben gemeinsam den "LFP Full Industry Chain Construction Plan" ins Leben gerufen, mit dem Hauptziel, bis 2027 eine vollständige Kette von den Rohstoffen bis zum Batterierecycling aufzubauen und die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten zu verringern.

Lokalisierungsstrategien koreanischer Batterieunternehmen

  • LG Energielösung: Ein zweigleisiges Konzept aus "Technologielizenzierung und unabhängiger Innovation". Das Unternehmen führt ein LFP-Kernteam aus China ein und investiert 300 Milliarden Won in Korea in die Entwicklung einer verbesserten Lithium-Mangan-Eisenphosphat (LMFP) -Technologie.

  • SK Ein: Wählt den Weg "Joint Venture + Kapazitätstransfer". Das Unternehmen prüft ein JV-Werk mit Geely in Ungarn und plant die Umstellung einiger ternärer Batterielinien für die LFP-Produktion.

  • Samsung SDI: Konzentriert sich auf eine Strategie der "differenzierten Anwendung". Unter Vermeidung des hart umkämpften Marktes für EV-Batterien zielt das Unternehmen auf den Markt für High-End-Energiespeichersysteme (ESS) ab und liefert Kunden wie Tesla LFP-Batterien mit hoher Zykluslebensdauer.

Bei den Rohstoffen verfolgten koreanische Unternehmen einen "zweigleisigen" Ansatz: Sie unterzeichneten langfristige Lieferverträge mit Bergbauunternehmen in Marokko und Australien, während SK Materials Investitionen in Koreas erste LFP-Kathodenanlage ankündigte, die für 2026 produziert werden soll.

03 Energiespeicher: Eine differenzierte zweite Front

Während sich der Markt für Energiebatterien zu einem roten Ozean entwickelt, wenden sich die koreanischen Batteriehersteller einstimmig einem blauen Ozean zu: dem ESS-Markt, insbesondere der Nachfrage nach Ultrahochleistungsspeichern in KI-Rechenzentren.

Globale Tech-Giganten stehen vor einer "Energiekrise". Da die Nachfrage nach KI-Computern exponentiell wächst, hat der Energieverbrauch von Rechenzentren ein schwindelerregendes Niveau erreicht. Ein großes KI-Rechenzentrum kann über 100 Megawatt verbrauchen, was dem Stromverbrauch einer Kleinstadt entspricht.

"Der größte Engpass für die künftige KI-Industrie ist nicht die Rechenleistung, sondern die Elektrizität", gab OpenAI-CEO Sam Altman auf einer Branchenkonferenz zu.

Diese Nachfrage hat eine neue Generation von ESS hervorgebracht: Sie dient nicht mehr nur der "Spitzenrasur", sondern erfordert eine Reaktion im Millisekundenbereich, eine extrem hohe Leistung und eine jahrzehntelange Lebensdauer. Koreanische Batterieunternehmen sehen hier eine Chance für einen differenzierten Wettbewerb.

Der Leiter der ESS-Abteilung von LG Energy Solution erklärte: "Unser Ziel ist es nicht, den billigsten ESS-Akku herzustellen, sondern ein 'industrielles' Produkt, das die strengen Anforderungen von KI-Rechenzentren erfüllt".

04 Das doppelte Spiel von Politik und Markt

Der Wandel der koreanischen Batterieindustrie ist nicht nur ein technologischer Wandel, sondern ein komplexes Spiel aus Geopolitik und wirtschaftlicher Realität.

Der US-Inflationsreduktionsgesetz bietet erhebliche Subventionen für in Nordamerika montierte Elektrofahrzeuge, legt aber strenge Anforderungen an die Lokalisierung von "kritischen Mineralien" und "Batteriekomponenten" fest. Diese Politik drängt koreanische Unternehmen direkt dazu, den Aufbau von LFP-Batteriekapazitäten in den USA zu beschleunigen.

Gleichzeitig treibt Europa seine "Battery Passport" -Verordnung voran und fordert Transparenz im CO2-Fußabdruck des gesamten Lebenszyklus der Batterie. LFP-Batterien, frei von umstrittenen Metallen wie Kobalt und Nickel, haben in diesem System einen natürlichen Vorteil.

"Der globale Batteriewettbewerb ist in die Ära der regionalisierten Lieferketten eingetreten", so ein Beamter des südkoreanischen Ministeriums für Handel, Industrie und Energie." Koreanische Unternehmen müssen gleichzeitig die vielfältigen Anforderungen von Technologie, Kosten und Geopolitik erfüllen ".

05 Chancen auf ein Comeback und Herausforderungen

Kann die koreanische Batterieindustrie mit LFP ein Comeback feiern? Marktbeobachter sind geteilter Meinung.

Zu den Argumenten für ein mögliches Comeback gehören:

  • Koreanische Unternehmen behalten Vorteile bei Herstellungsverfahren und Qualitätskontrolle

  • Globale Automobilhersteller bevorzugen eine Diversifizierung der Lieferkette, um eine übermäßige Abhängigkeit von Zulieferern aus einzelnen Ländern zu vermeiden

  • Die LFP-Technologie ist noch nicht fertiggestellt und bietet die Möglichkeit zum "Spurwechsel" beim Überholen

Skeptische Standpunkte heben hervor:

  • Chinesische Unternehmen haben ein komplettes Patentsystem und einen Größenvorteil bei LFP aufgebaut

  • Kostenkontrolle ist eine langfristige Schwäche für koreanische Unternehmen, die kurzfristig nur schwer zu überbrücken ist

  • Das Wachstum des globalen EV-Marktes könnte sich verlangsamen und der Wettbewerb verschärfen

Ein leitender SDI-Ingenieur von Samsung verriet anonym: "Wir entwickeln LFP-Batterien der nächsten Generation, die die Energiedichte um über 20% erhöhen können. Der Technologierennen hat gerade erst begonnen".


In Labors in Seoul testen Forscher neue LFP-Materialien; auf Baustellen in Georgien entstehen die Fabriken von LG Energy Solution rasant; außerhalb von Budapest werden die Produktionslinien von SK On neu kalibriert. Diese drei Szenen zeichnen das Gesamtbild der Transformation der koreanischen Batterieindustrie.

Es steht außerordentlich viel auf dem Spiel: Die koreanische Batterieindustrie beschäftigt über 100.000 Menschen mit einer Jahresproduktion von über 100 Billionen Won und ist damit eine tragende Säule der Exportwirtschaft.

Ob LFP ein koreanisches Batterie-Comeback vorantreiben kann, hängt nicht nur von Durchbrüchen im Labor ab, sondern auch von globalen Marktveränderungen, geopolitischen Trends und davon, ob koreanische Unternehmen ihren "technologischen Überlegenheitskomplex" ablegen und diesen Überlebenskampf pragmatisch angehen können.

Als Mercedes-Benz den Einsatz von LFP in seinen Einstiegsmodellen ankündigte, war das Signal klar genug: In der Geschäftswelt entscheidet sich der Markt immer für die aktuelle optimale Lösung, nicht für den Zukunftsplan im Labor.